Konstanze Friedrich - Duathlon, Triathlon
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Radfahrerkrankheit was ist denn bitte das?
Verrückte Radfahrer oder verrückt nach Radfahren - das sind Begrifflichkeiten unter denen sich jeder etwas vorstellen kann. Aber hier geht es tatsächlich um eine Krankheit, die überwiegend Radsportler betrifft. Sie kann aber auch in anderen Ausdauersportarten vorkommen.

Das Problem dieser Krankheit - aus bestimmten Gründen ist sie kaum bekannt. Selbst in Fachkreisen schüttelt man die Köpfe, Dunkelziffer unklar. Nach nunmehr 6 Jahren Odyssee bin ich zur "Hellziffer" geworden - mit einer gewissen Portion Wut im Bauch.
Kollege und Patient zu sein ist offenbar keine erfolgversprechende Mischung, zumindest aus meiner Erfahrung. Wie oft wurde mir geraten keinen Sport mehr zu treiben, auch wegen anderer Wehwehchen. Mit Sicherheit auch eine meiner Motivationen für die Sportmedizin. Anstatt mit Logik an die Ursache der Beschwerden zu gehen wurde mir gar eine Psychotherapie vorgeschlagen...
Erfahrungen, die mich persönlich in der Funktion als Ärztin prägen, als Patientin kann ich nur abwinken.

Sportlich gesehen sind die letzten 6 Jahre verloren, keine Frage. Dennoch damals die Qualifikation für Hawaii geschafft und die WM auf Kona auch noch durchgebracht zu haben zeigt mir umso mehr, welchen großen Anteil die Psyche im Wettkampf hat. Die Schmerzen waren teilweise unerträglich.
 

Was ist nun die Radfahrerkrankheit?
Morphologisch handelt es sich um eine Verengung der äußeren Beckenarterie (Arteria iliaca externa). Da paarig angelegt kann es also eine Seite oder auch beide Seiten betreffen.

Diese große Arterie versorgt das gesamte Bein. Offenbar ist der Endzustand der Krankheit ein Totalverschluss, der über physiologische Umgehungskreisläufe, die sich über die Zeit verstärken bis auf ein gewisses Belastungsniveau kompensiert werden kann.

Ein ähnliches Krankheitsbild ist die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) wie man sie von Rauchern und Diabetikern kennt. Als klinischer Endzustand kann hier eine Amputation notwendig werden. Im Gegensatz zu diesem Krankheitsbild findet sich bei der Radfahrerkrankheit kein Kalk im Gefäß, sondern festes narbenartiges Bindegewebe (Fibrose). Ursache scheint die andauernde Volumenbelastung der Beckenarterie und die Hüftbeugehaltung beim Radfahren zu sein. In der Regel betrifft es Leistungssportler, wobei ambitionierte Freizeitsportler im Einzelfall ähnliche Trainingsumfänge absolvieren.
 

Das nachfolgende PDF-Dokument (Dr. Rimpler) klärt noch detaillierter auf.

Bei Verdacht empfehle ich, sich zur Diagnostik in der gefäßchirurgischen Ambulanz von PD Dr. Rimpler im Vivantes Klinikum in Berlin Friedrichshain vorzustellen.

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Radfahrerkrankheit … was ist denn bitte das?

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7 Arteria renalis
8 Arteria mesenterica superior
9 Arteriae lumbales
10 Arteria iliaca communis
11 Arteria iliaca interna
12 Arteria iliaca externa

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